„Ein bisschen wie nach Hause kommen“
Jan Aleff wird neuer Burgkaplan auf der Jugendburg Gemen
Borken (pbm/gun). Jan Aleff wird neuer Burgkaplan auf der Jugendburg Gemen, einer Jugendbildungseinrichtung des Bistums Münster in Borken. Der 44-Jährige übernimmt diese Aufgabe im Sommer und wird damit Nachfolger von Ralf Meyer, der Pastor in Bocholt wird. In einem Gottesdienst am Mittwoch, 3. Juni, um 18 Uhr wird Aleff von Weihbischof Dr. Christoph Hegge in sein Amt eingeführt. Zurzeit ist Aleff, der 2019 zum Priester geweiht worden ist, Kaplan in der Pfarrei St. Antonius in Recklinghausen. Dort wird er an Pfingsten verabschiedet.
Die Jugendburg Gemen ist – neben Taizé und der Burg Rothenfels – für Aleff seit vielen Jahren ein wichtiger „Quell-Ort“ für seine Spiritualität und seine Berufungsgeschichte: „Mit 16 Jahren war ich zum ersten Mal dort – und habe Ostern als Triduum, also als eine Liturgie von Gründonnerstag, über Karfreitag bis zur Osternacht, verstanden.“ Eine Erfahrung, die ihn geprägt hat und emotional an die Jugendburg bindet. Unzählige Male habe er außerdem als Teamer Jugendgruppen auf der Jugendburg begleitet: „Für mich ist die neue Aufgabe deshalb ein bisschen wie nach Hause kommen.“
Orte wie die Jugendburg zu haben, an denen junge Menschen der Frage nachgehen können, wo ihr Platz im Leben ist, seien wichtig, betont Jan Aleff: „Auf der Burg haben sie Zeit und Raum, zu erforschen, wozu sie berufen sind.“ Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen dabei zu unterstützen, sei für ihn ein großes Privileg.
Auch wenn er mit seinen 44 Jahren selbst nicht mehr der Jüngste sei, ist Jan Aleff überzeugt, die erforderlichen Voraussetzungen für seine neue Aufgabe mitzubringen: „Ich habe die Jugendarbeit nie verlassen – und kann nahtlos anknüpfen.“
Zudem wird Aleff auch künftig als Burgkaplan mit einem geringen Stellenumfang weiter in der pastoralpsychologischen Ausbildung für Seelsorgende im Bistum Münster tätig sein.
Aleff studierte nach Abitur und Zivildienst Deutsch und Erdkunde, später auch Theologie, und wurde Lehrer. Vor Beginn des Referendariates kamen ihm Zweifel, ob er nicht doch Priester werden soll: „Ich habe einen Deal mit mir geschlossen: Wenn der Ruf nach der Ausbildungszeit immer noch so stark ist, werde ich ihm nachgehen“, erinnert er sich an diese Zeit. Zwei Jahre später zog er ins Priesterseminar ein.
Erste Station nach der Weihe war Bocholt, anschließend wurde Aleff Kaplan in der Pfarrei Maria Magdalena in Geldern. 2023 wechselte er für die zweite Kaplanszeit nach Recklinghausen.

Jan Aleff, zurzeit Kaplan in der Pfarrei St. Antonius in Recklinghausen, wird neuer Burgkaplan auf der Jugendburg Gemen.
Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann