Bundesfreiwilligendienst (BFD)
Mit
Ablauf des Zivildienstes (im August 2011 hat uns der "letzte Zivi"
verlassen) startet auf der Jugendburg der Bundesfreiwilligendienst. Bereits
im Juli begann die erste BFDlerin ihren Dienst bei uns.
Die Einsatzbereiche orientieren sich an denen der ehemaligen Zivis (s. deshalb auch den persönlichen Bericht unten). Spannend ist dabei, dass die Dienste wochenweise wechseln. Somit sind bei uns die BFDler mal beim Hausmeister, Gärtner, Rezeptionsdienst oder im hauswirtschaftlichen Bereich tätig.
Die Arbeitszeit beträgt 39 Stunden/Woche.
Neu sind Seminarwochen, die während des BFD eine Zukunftsorientierung und Reflexion des eigenen Lebens ermöglichen sollen. Diese Wochen werden gemeinsam mit anderen BFDlern absolviert.
Interesse zur Burg zu kommen?
Bei Interesse an einem BFD auf der Jugendburg melde Dich einfach bei unserem Verwaltungsleiter, Herrn Bernd Scho (Tel. 02861/92200 oder Mail: scho@bistum-muenster.de).
Weitere Informationen zum BFD finden sich auch unter www.bundesfreiwilligendienst.de oder bei der fsj gGmbH Münster.
Übrigens hat auch schon die Borkener Zeitung über zwei unserer BFDler berichtet. Hier findest Du den Artikel.
Es war einmal... Zivildienst
Mein Zivildienst auf der Jugendburg Gemen Nachdem ich T2 gemustert wurde, kamen bei mir die gleichen Fragen auf, wie bei vielen anderen auch. Möchte ich zum Bund oder Zivildienst leisten? Für mich war schnell klar, dass nur Zivildienst in Frage kommt. Aber wo kann ich meinen Zivildienst verrichten? Im Altenheim nebenan oder doch eher im Krankenhaus?
Dann hatte ich eine viel bessere Idee: Ich bewarb mich bei der Jugendburg und hatte keine Woche später eine unverbindliche Zusage mit Einladung zum Kennenlerngespräch mit dem Burgkaplan und dem Verwaltungsleiter.
Im August 2007 konnte ich meinen Dienst endlich antreten: zunächst wurde mir mein Zimmer gezeigt (aufgrund der Entfernung zu meinem Heimatort wohne ich auf der Burg, dann wurde ich auch schon sofort in meinen Dienst eingewiesen: Versorgungsdienst Spätschicht. Als "Spät-Zivi" gehört es zu meinen Aufgaben, die Automaten aufzufüllen, Briefe zur Post zu bringen und hinter der Rezeption den Wünschen der Gäste nachzukommen (z.B. Billard-Qeues ausleihen). Später am Abend wird dann auch der Burgkeller geöffnet, der den Gästen die Möglichkeit bietet, einen geselligen Abend zu verbringen. Hier stehe ich dann hinter der Theke, verkaufe die Getränke und sorge für gute Musik. Neben dem Spätdienst gibt es noch die Dienste Garten, Hausmeister und Küche, die Einteilung wechselt wöchentlich. Der Gartendienst ist stark Saisonabhängig, ich durfte bisher größtenteils Laub beseitigen, aber auch schon einen Baum umpflanzen. Beim Hausmeister durfte Glühbirnen auswechseln, flexen und diverse Dinge waten oder auswechseln. In der Küche deckt man die Tische ein oder steht am Ende der Spülstraße, um das Geschirr aus- und wegzuräumen. Grundsätzlich arbeitet man mit einem fest Angestellten zusammen (Gärtner, Hausmeister, etc.), bei der Küche sogar mit mehreren. Beim gemeinsamen Essen (das ich an dieser Stelle besonders loben möchte) werden dann Lach- und Sachgeschichten ausgetauscht. In meiner Freizeit lese ich gern ein Buch vor dem Kamin oder trinke ein Feierabendbier im Burgkeller.
Im Schlusswort bleibt nichts übrig, als den Zivildienst auf der Burg weiterzuempfehlen.
Text: Christoph Hunkenschröder